Anbetungsstunde mit Brotbrechen (Sonntag)

Wie läuft die Anbetungsstunde mit Brotbrechen ab? Unsere Anbetungsstunde läuft «ungeplant» ab, d.h. es ist eine Zeit der offenen, geistgeleiteten Beteiligung von mehreren Brüdern durch spontane Gebete, Vorlesen von Bibelstellen und Reflektionen zu Bibelversen sowie Liedvorschlägen aus Liederbüchern oder Liedsammlungen, die wir regelmäßig bei uns verwenden. Der Schwerpunkt der Beiträge liegt auf Gottes Handeln in der Erlösung, nicht auf unseren Erfahrungen. Das Zentrum der Anbetung ist Gott und nicht der Mensch. Da unsere Stunde «ungeplant» abläuft, können Zeiten der Stille entstehen: Diese sind durchaus gewünscht und nicht peinlich. Sie können zur persönlichen Besinnung und Gebet genutzt werden. Im Verlauf der Stunde wird ohne besondere Liturgie oder Form für das Brot und dann für den Wein gedankt. Beides wird von Hand zu Hand durch die Reihen gereicht. In einigen Kelchen befindet sich Traubensaft, in den meisten Wein.

Warum feiern wir diese Stunde? Der Schwerpunkt der Anbetungsstunde liegt auf der Feier des Brotbrechens (auch Abendmahl genannt). Nur wenige Stunden vor der Kreuzigung unseres Herrn Jesus war es der große Wunsch unseres Herrn, dass seine Nachfolger sich durch die Symbole von Brot und Wein an ihn erinnern und seinen Tod verkündigen (Luk 22,15). Wir möchten das regelmäßig tun, bis er wiederkommt (1 Kor 11,23-26). Die Gemeinde der Apostelgeschichte tat dies am Anfang bei jeder Zusammenkunft als Gemeinde (Apg. 2,42; 20,7; 1 Kor 11,17-34) und später vermutlich jeden Sonntag. Als erlöste Menschen drücken wir unsere Freude und Dankbarkeit für das Erlösungswerk des Herrn Jesus aus.